Freelancer, Soloselbstständige, Kleinstunternehmer, die Krise trifft besonders hart

Freiberufler im Homeoffice

In Deutschland ist jeder 10. soloselbstständig

Wenn man den Volkswirten Glauben schenken darf, dann ist jeder 10. in der Bundesrepublik soloselbstständig. Eine ungeheuer große Zahl, die von dem in rasantem Tempo angekommenen Virus COVID19 wirtschaftlich getroffen wurde.

Den Anfang der persönlichen Auswirkungen in der Corona-Krise kann jeder leicht im eigenen Kalender nachschlagen. Es ist für die meisten der Tag, an dem die Stornierungen und Kündigungen von Vereinbarungen / Verträgen von „100 auf 0“ gesetzt wurden und Schließungen von Cafés, Restaurants, Geschäften, Theatern und allen anderen öffentlichen Orten für sehr wahrscheinlich gehalten wurde. Bestürzung, Erschütterung und Schweigen, ohne Vorbereitung, ohne Ankündigung. Ein Absturz im schnellen Fall.

COVID19: Dieser Virus trifft die Welt in Mark und Bein

Zwischen Schockstarre und Angst um die eigene Existenz, hat das Virus nicht nur die Gesundheit von Schwerstpatienten weltweit angegriffen, sondern gleichzeitig viele viele Menschen in ein wirtschaftliches Unglück gestürzt. Die ökonomischen Auswirkungen rechnen uns Wissenschaft, renommierte Volkswirte und Politiker vor, sie erreichen ein nie gekanntes Ausmaß seit dem 2. Weltkrieg.

Nur zu verständlich, dass jeder Betroffene einfach nicht mehr weiter weiß. Der frustrierende Blick auf das Bankkonto, das ernüchternde Gespräch mit dem Steuerberater und die eigene Erkenntnis, Umsätze gleich „0“ bei weiter laufenden Kosten, macht mürbe und ängstlich. Und damit nicht mehr Herr der Lage zu sein, weil alles förmlich zusammenbricht, sorgt für einen Strudel diverser (Angst)Gefühle. Sprachlos und ohnmächtig zugleich macht sich das nagende Gefühl der Existenzangst breit und bestimmt von nun an den Alltag in der Krise.

Die Sorgen und Zweifel fangen an zu regieren und „… eine plötzlich aufkommende Panik im Körper erhält eine ungewollte Chance, die ich so nie gekannt habe in meiner 12jährigen Selbstständigkeit…“ sagte mir eine Klientin unlängst im Coachinggespräch.

„Als ich erfuhr, dass mein Hauptauftraggeber alle Veranstaltungen ab sofort absagt, merkte ich, dass mir ein körperlicher Zusammenbruch droht, wenn ich keine Lösung mit der Bank finde. Dieser emotionale Stress hat bei mir seit 14 Tagen eine dauernde Unruhe, – schlaflose Nächte folgen auf schlaflose Nächte – und Albträume in der Nacht ausgelöst. Mein kleiner Betrieb mit 7 Mitarbeitern steht so Ende April wahrscheinlich vor dem Aus und ich kann ohne die Bank mangels Eigenkapital nicht mehr weitermachen.“ Leiter Veranstaltungstechnik eines kleinen Konferenz-Technik-Betriebes

Ohne Netz und doppelten Boden

Nicht selten trifft es heute genau die Branchen, die über kein Eigenkapital verfügen und die, die für eine nicht absehbare Zeit finanziell kaum überleben können. Es sind meist die, die mit ganz geringen Mitteln ein Smallbusiness führen, als Freelancer projektbezogen arbeiten, meist nicht durchgehend über 12 Monate gebucht, sondern von Projekt zu Projekt im Laufe eines Jahres eingesetzt werden.

Ganz zu schweigen vom Einzelhandel, der jetzt erst recht unter starkem Wettbewerb des Onlinehandels ohnehin schon hart zu kämpfen hat und den bisherigen Druck der marktwirtschaftlichen Bedingungen gewohnt sein dürfte. Doch jetzt on top die Folgen der Krise aufzufangen, bedeutet für viele täglich mehr das endgültige Aus eines Smallbusiness, mit dem sich Kleinstunternehmen, Freelancer oder Soloselbstständige vorerst abfinden müssen.

Staatliche Hilfen müssen so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden

Der VGSD eV, der Gründern und Selbstständigen eine Stimme gibt, sowie der Internationale Freelancer Verband, die die Interessen dieser Zielgruppe bundesweit ebenso vertreten, sowie nicht zuletzt der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft BVMW eV fordern alle – neben anderen Fachverbänden auch – dass der Staat eingreift, und zwar schnell und zügig, gerade weil so viele ungewollt und unverschuldet in eine extrem harte Lage gekommen sind. Die staatliche Soforthilfe mit Milliarden-Hilfspaketen zwischen Rettungsschirm, Schutzfonds, Schnellkrediten und staatlichen Bürgschaften sind angekündigt, die Bundesregierung hat auch keine andere Wahl, wenn sie die Volkswirtschaft nicht ausschalten und damit eine tiefe Rezession herbeiführen will.

Die Angst, die lähmt, eine Enge, die hemmt

Es sind meist die, die mit ganz geringen Mitteln und wenig doppelten Boden sich einigermaßen über Wasser halten können und sich dabei permanent der Gefahr einer dauerhaften finanziellen Überforderung aussetzen. Das ist es, was mir Klienten sagen, dass sie keinerlei Schutz haben, wenn der unvorhergesehene Fall droht. In krisenfeien Zeiten schaffen sie es und leichten Stürmen können sie standhalten. Aber was, wenn eine Pandemie nahezu die gesamte Wirtschalft lahm legt?

Da kommen verständlicherweise die tiefen Ängste eines Freelancers, Soloselbstständigen und Kleinstunternehmers zu Tage, die allesamt im beruflichen Leben eigentlich bereit waren, Risiko zu übernehmen, saisongebeutelte Dellen auszuhalten und leichte Konjukturschwankungen auszugleichen. Jetzt in dieser Ausnahmesituation sprechen nicht wenige von der „… bedrohlichsten Lage ihres Lebens…“, was mir eine Floristin eines gut florierenden Blumenladens mit 10 Angestellten gerade erzählte.

Jetzt in dieser harten Zeit zeigt sich mehr denn je, dass Freiberufler, wie Künstler und Solo-Einzelhändler zu der gefährdetsten Gruppe in der Corona-Krise gehören. Ihre Aufträge fallen sofort weg, wenn der Job plötzlich von jetzt auf gleich ganz storniert wird, weil der Auftraggeber schließen muss, die Location, das kleine Café, das Restaurant, das Theater von heute auf morgen zwangsgeschlossen wurde. Zwangsschließung führt direkt zur Angst, ohne Umwege. Und das ist das Fatale, das Menschliche, das Besorgniserregende, diese Form der Angst macht sich im Körper breit. Die Angst vor völlig unabsehbaren, wirtschaftlichen und sozialen Folgen ist groß und berechtigt.

Der freie Fall in die Insolvenz oder Hartz IV ist für viele mit Angst behaftet

Der freie Fall in die Insolvenz oder Hartz IV ist für viele mit Verzweifelung behaftet. Ganz zu schweigen vom Gefühl des gesellschaftlichen Absturzes, den großen Schock erst sich gegenüber und dann öffentlich zugeben zu müssen und sich plötzlich auf der Stufe eines mittellosen Bundesbürgers vor den Toren des Amtes stehen zu sehen. Hier haben Künstler, Musiker, freie Journalisten, freiberufliche Lehrer für Fortbildungen, Schauspieler der freien Szene, Eventspezialisten oftmals überhaupt gar keine andere Wahl mehr.

Denn das sagen führende Wirtschaftswissenschaftler unisono voraus: Soloselbstständige und Freiberufler, die aus verständlichen Gründen nicht vorgesorgt haben, weil sie das schlichtweg bei geringeren Gagen oder Margen einfach nicht konnten, die werden die großen Verlierer der Krise sein. Ob sie recht behalten, werden wir sehen. Fakt ist: Für viele ist ein Abrutsch und die Angst, in Hartz IV oder in der Insolvenz zu landen, Tag für Tag, an dem kein Geld verdient wird, präsent und ein enormer Druck.

Was kann ich heute für Sie tun?

Nahezu täglich erhalte ich Emails und Anrufe und höre von vielen vielen Einzelschicksalen, die es hart getroffen hat, die in ihrer Angst unfähig sind, klare Gedanken zu fassen, die Konzentration auf das Wesentliche zu lenken und den Fokus wieder aufzunehmen. Oft gehen hiermit Urängste einher und die akute Sorge, wie alles nur weiter gehen soll. Sie arbeitet jetzt im direkten Zusammenhang mit der Unfähigkeit, selbst einen Exit zu finden und alleine aus der Krise herauszukommen. Ich helfe Ihnen bei Ihrer Exit-Strategie.

Mit der Angst umgehen – aber wie?

Anja Deilmann Business Coach

An dieser Stelle bin ich Ihnen behilflich.
Ich begleite Sie methodisch und beratend und helfe Ihnen, das Gedankenkarussell anzuhalten, die Dinge mit Ihnen gemeinsam zu sortieren, anhand von Übungen den Weg zu Ihrer inneren Ruhe wiederzufinden und die belastenden Angstgefühle zu reduzieren. Kraft zu tanken und gestärkt die Krise zu meistern. Ich zeige Ihnen, welche Tools Sie wirklich unterstützen und wie sich der existentielle Druck lösen lässt.

Rufen Sie mich an unter 0221.42914298 oder buchen Sie hier in meinem Online-Kalender ein kostenfreies Kennenlerngespräch, online (ZOOM, WhereBy) oder per Telefon. Hier klären wir, ob Ihr Anliegen genauso gut online oder persönlich vor Ort gelöst werden kann.

WICHTIG: Meine Arbeit in der Coachingpraxis richtet sich nicht an Menschen, die medizinische Angststörungen, Panikattacken und/oder Psychosen haben. Diese suchen bitte die Sprechstunde eines Mediziners auf.

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Kategorie: Allgemein

Hallo, ich bin Anja und begleite Menschen als systemischer Business-Coach auf ihrem Weg zu ihrer eigenen beruflichen Veränderung. So finden Sie das im Innern, was Sie im Außen suchen. Den neuen Job, den sicheren Umgang im beruflichen Kontext, mehr Anerkennung und Freude im Beruf. Dies führt dazu, dass Sie wissen, wohin es für Sie geht und sich Ihr Potenzial entfaltet. Veränderung ist eine Chance, die ich Ihnen gern zeige, wenn Sie wollen. Lassen Sie uns starten.

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