Wie Entscheide Ich Richtig?

Die richtigen Entscheidungen treffen – wie geht das?

Das Jahr ist jung, die neuen Vorsätze sind seit Jahreswechsel gut formuliert und jetzt warten wir nur noch auf die Dinge, die zu Beginn des neuen Jahres so kommen mögen. Soweit so gut – so geht es mir auch. Nun hängt der nächste Schritt von uns ganz allein ab: wann machen wir was? Also, ich meine, wann entscheiden wir, wie wir was weitermachen wollen? Inzwischen stellen wir fest, entscheiden ist gar nicht sooo einfach.

Geht es dir auch so, wie mir? Dann ist dieser Artikel heute etwas für dich. Hier erfährst du, was die Qual der Wahl genau bedeutet und wie du schwierige Entscheidungen leichter treffen kannst, wie du damit auch wirklich glücklich wirst und schlussendlich, meine 9 Tipps für deine Entscheidungsfindung.

Täglich treffen wir etwa 20.000 Entscheidungen

Eine stolze Anzahl, die unser Gehirn da meistert. Abzüglich unserer Schlafzeiten, jede 3. Sekunde eine. Wow! Wie oft hast du dich heute schon für oder gegen etwas entschieden? Was du frühstücken magst… Wie viel Milch in deinen Kaffee soll… Um wie viel Uhr du zur Arbeit fahren wirst… Es sind nur ein paar der 20.000 Entscheidungen, die wir tatsächlich täglich treffen. Viele davon sind belanglos und haben wenig bis keine Konsequenzen. Andere sind wichtig, weil wir und andere Menschen direkt von ihnen betroffen sind. Und manche von ihnen sind essentiell.

Wir wollen alle nur eins: Die richtigen Entscheidungen treffen

In dem Augenblick, wenn wir endlich anfangen, Entscheidungen im Kopf gedanklich vorzubereiten, sind wir bereits einen großen Schritt weiter. Wie oft warten wir sehnsüchtig auf diesen Zeitpunkt? Damit du etwas einfacher und vor allem schneller loslegen kannst, habe ich dir eine Neustart-Checkliste als Druck-pdf zusammengestellt. Sie hilft dir dabei, zügig ganz wichtige und elementare Fragen für deinen Prozess zu beantworten. Damit es voran geht, und nicht noch länger in dir schlummert. Hier geht es direkt zum Download der Neustart-Checkliste.

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Gemeinsam lösen wir die Knoten im Kopf

Wenn du dich beruflich innerhalb oder außerhalb deines aktuellen Unternehmens verändern möchtest, dann nutze jetzt die Gelegenheit und buche dir ein kostenfreies Erstgespräch. Diesen Schritt musst du allein tun. Bei allen anderen helfe ich dir.

Und so schließt sich gleich die Frage an: Aber was ist denn richtig? Nicht bei jeder Entscheidung gibt es objektiv betrachtet ein „richtig“, aber auch kein falsch. Unsere Entscheidung, welches Studium wir aufnehmen, ob wir uns für Kinder und Familie entscheiden oder welche Karriereschritte wir planen, sollte FÜR UNS richtig sein.

Beruflich betreffen diese Entscheidungen:

  • die zwischenmenschliche Ebene
    Z.B.: Welcher Chef ist für mich der richtige?
  • die sachliche Ebene
    Z.B.: Wo möchte ich arbeiten und was möchte ich tun?
  • oder die abstrakte Ebene
    Z.B.: Wohin möchte ich mich entwickeln?

Welche Schritte gehe ich als nächstes, um meinem Ziel näher zu kommen?

Lass‘ uns mal ein ganz konkretes Beispiel der letzten Jahre nehmen: Als die Bayer AG den höchst umstrittenen Konzern Monsanto 2018 per teuerstem Milliardendeal aller Zeiten übernahm, protestierten weltweit zig tausende Mitarbeiter gegen ihren eigenen Arbeitgeber. Alle vereinte die gleiche Intention: Keiner wollte per Identifikation mit dem eigenen Arbeitgeber Teil dieses fragwürdigen Deals sein. Eine sehr mutige Entscheidung dieser Menschen, trotz der möglichen Konsequenzen für jeden einzelnen. Das Image ihres Arbeitgebers wog bei ihrer Entscheidungsfindung anscheinend schwerer, als die möglichen Folgen ihres Engagements.

Die Qual der Wahl erschwert die Entscheidung

Entscheidungen erscheinen uns deshalb oft so schwierig, weil es schlichtweg viele Wahlmöglichkeiten gibt. Egal, wo wir gern eine richtige Entscheidung treffen – Job, Familie, Leben – wir sehen auch immer viele Alternativen. Und haben womöglich Angst, etwas zu verpassen. Denn eine Entscheidung FÜR eine bestimmte Sache ist oft automatisch eine Entscheidung gegen viele andere. In einer Welt, in der für uns quasi alles fast rund um die Uhr zugänglich ist, ein echtes Dilemma.

Neben der Angst, auf etwas verzichten zu müssen, lassen wir uns oft zu sehr von außen beeinflussen. Man schaue sich nur die sozialen Medien und die Unmengen an Meinungen, Fakten und leider auch „alternativen Fakten“ an. Es scheint schier unmöglich geworden, überhaupt zu einer Entscheidung zu gelangen.

Schwierige Entscheidungen treffen

Dass wir uns bei schwierigen, weitreichenden Entscheidungen besonders schwer tun, liegt auf der Hand. Ergreifen wir einen Beruf, obwohl ein viel besserer hinter der nächsten Biegung warten würde? Was werden meine Eltern sagen, wenn ich mich für eine Ausbildung statt des prestigeträchtigen Medizinstudiums entscheide? Was soll ich nur tun, wenn mein Plan schief läuft und ich für die Surfschule auf Hawaii meinen gute dotierten Job bei einer Bank unwiederbringlich aufgegeben habe? Davor hast du Angst und das ist verständlich. Ängste sind menschlich.

Angst, Unsicherheit und die Meinung anderer behindert uns

Bei schwierigen Entscheidungen denken wir oft in Schranken und lassen uns zu sehr beeinflussen von

  • möglichen Konsequenzen
  • falschen Informationen
  • der eigenen Unsicherheit
  • dem Denken anderer

Deshalb gehen wir bei unseren persönlichsten Entscheidungen zu oft Kompromisse ein, die zwar auf direkte Sicht einen Vorteil versprechen, uns aber im Endeffekt langfristig nicht loslassen. Vorurteile, Klischees oder Meinungen z.B. deiner Eltern, Erzieher, Lehrer, Professoren und Chefs arbeiten in dir und bremsen dich aus. Vielleicht nicht bewusst jeden Tag, aber – auch wenn du das jetzt nicht glauben magst -, sie leben und wirken im Unterbewusstsein und damit sind sie in deinem Kopf. Um so wichtiger ist es, diese Schranken einzureißen. Aber wie?

Am besten geht es damit, die Situation zu hinterfragen. Denn es ist sinnvoll, alles zu hinterfragen, wenn du deine Schranken im Kopf loswerden und niederreißen willst. Hilfreich sind übrigens die Menschen für dich, die deine inneren Schranken nicht haben. Im Lauf der Zeit wirst du ihr Denken und Weltbild verstehen und vielleicht in Teilen übernehmen.

Rational die richtigen Entscheidungen treffen – mit dem Kopf

Jeder von uns kann Entscheidungen auf zwei Arten treffen:

a) rational mit dem Kopf
oder
b) intuitiv aus dem Bauch heraus

Die Ausprägung ist aber bei jedem unterschiedlich. Zu welchen Menschen gehörst du?

Entscheiden wir mit unserem Kopf, tragen wir möglichst viele Informationen zusammen und prüfen die Faktenlage eingehend. Wir entscheiden weitgehend frei von Emotionen und denken viel über Alternativen nach. Das erfordert natürlich eine Menge Zeit, die wir uns da nehmen. Und leider verlängert sie sich, wenn wir es nicht schaffen, Störquellen auszuschalten. Die Kommentare, die uns in die eine oder andere Richtung beeinflussen wollen. Oft von unqualifizierten Personen, die weder uns noch die Situation, aus der heraus wir die Entscheidung treffen, näher kennen. Wie sollen wir da die richtige Entscheidung treffen?

Intuitiv die richtigen Entscheidungen treffen – aus dem Bauch heraus

Oft zeigt sich, dass intuitiv getroffene Entscheidungen die besseren sind. Zumindest sind sie nicht schlechter als solche, zu denen wir erst nach langer Vorlaufzeit gelangen. Und sie bringen uns unserem Ziel wesentlich schneller ein Stück näher.

Entscheidungen aus dem Bauch heraus beruhen oft auf einem unterbewussten Abgleich. Wir haben viele unserer Erfahrungen des Lebens mit einem Gefühl verknüpft. Und bewerten die zur Entscheidung stehende Situation blitzschnell anhand dieses Wissens. Manche Menschen berichten gar von einem Gefühl, dass ihnen ihr Körper aussendet: ein Kribbeln, ein Drücken in der Magengegend oder ein Schauer am Rücken. Dieses Gefühl ist nicht zu verachten, es geht ganz stark mit der eigenen Erfahrung einher. Und wer kann nicht von sich sagen, „mein Bauch hat das schon lange gesagt“…

Die Gefahr aber bei Bauchentscheidungen, die durchaus impulsiv und auf den Moment bezogen getroffen werden, ist die Langfristigkeit. Konsequenzen blenden unsere Emotionen meist aus. Sie treten aber bei wichtigen, gerade beruflichen Entscheidungen, nahezu immer ein. Lehnen wir das Assessment Center für die höhere Position aus einem Impuls heraus ab, warten wir auf die nächste Gelegenheit vielleicht fünf Jahre.

Geht Dir Hier Ein Licht Auf? Merke

Eine gesunde Mischung aus rationalen und emotionalen Einflüssen bei der Entscheidungsfindung ist hier der gesunde Mittelweg, den du gehen solltest. Und nach der Entscheidung ist der Gang noch nicht zu Ende.

Ganz wichtig: Mit der Entscheidung glücklich werden

Ganz egal, ob wir uns für die sicherste Alternative mit den wenigsten Konsequenzen oder die mutige Wahl inklusive weitreichender Folgen entscheiden: Wir müssen selbst unsere Entscheidung akzeptieren und hinter ihr stehen. Mit allem, was da kommt. Nur so kannst du dich voll und ganz auf das Wichtige konzentrieren. Wer den nicht getroffenen Entscheidungen hinterher trauert, kann sich nicht auf seine Wahl einlassen. Dabei ist das mit ein Faktor für den Erfolg. Und zudem ein Hemmer für alle zukünftigen Entscheidungen, die getroffen werden wollen.

Hast du folglich nicht am Assessment Center teilgenommen und du empfindest es im Nachhinein als Fehler, dann hake diesen Fehler ab. Schärfe deinen Blick für andere Gelegenheiten. Die werden kommen. Ganz sicher.

Es mag nicht die objektiv „richtige“ Entscheidung gewesen sein. Aber es war die in dieser Situation für dich richtige Entscheidung. Du wirst die Chance haben, eine neue zu treffen. Die sich dieses Mal auf allen Ebenen richtig anfühlt.

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Meine 9 Tipps für deine Entscheidungsfindung

Wer schwere Entscheidungen treffen will, kann Hilfe gebrauchen. Diese Liste ist nicht vollständig. Ich sehe sie als meine Top 9, die mit der Zeit gerne ergänzt werden darf. Ich habe dennoch entschieden, sie hier und heute schon unvollständig zu veröffentlichen. Ich halte das für die richtige Entscheidung.

  • Triff wichtige Entscheidung nicht in einem negativen Mood, wenn du im Stress bist oder dich gerade geärgert hast. Weder Kopf noch Bauch sind dann im richtigen Modus.
  • Visualisiere deine Argumente in einer „Für“ und „Wider“ Liste, gern auch mit Gewichtung. Manche Argumente sind zweifelsohne stärker als andere.
  • Räum dir eine wirkliche Pause ein und lass deine rationale „Pro“ und „Contra“ Liste noch einmal ruhen. Nach der berühmten ’noch einmal darüber geschlafenen Nacht‘ mag die Liste für eine Bauchentscheidung ganz hervorragend wirken.
  • Wechsle in Gedanken die Perspektive: Was würde dir ein Freund raten? Oder was würdest du jemand anderem in deiner Situation raten?
  • Muss die Entscheidung bedingungslos einseitig sein? Oder gibt es eine Grau-Zone voller Kompromisse? Stell‘ dir diese Frage und beantworte sie.
  • Etwas Neues solltest du im sicheren Rahmen ruhig wagen. Du hast eigentlich nichts zu verlieren und an Erfahrung zu gewinnen.
  • Blende das aus, was andere möglicherweise oder ganz sicher darüber denken und äußern. Ihr Einfluss ist selten produktiv.
  • Schiebe die Entscheidung nicht auf. Wenn sie wichtig ist, sollte sie nicht der Aufschieberitis zum Opfer fallen.
  • Hab keine Angst vor einer Fehlentscheidung! Selbst in diesem Fall gibt es Wege, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Magst du mit jemandem gemeinsam über eine anstehende berufliche Entscheidung sprechen? Dann zögere nicht und ruf mich an. Ich biete dir den Perspektivwechsel, der einfach manchmal nötig ist. Ich liefere dir konstruktive Argumente und bringe dich auf den Weg, die Entscheidung selbst und voller Überzeugung zu treffen. Hier kannst du einen Termin mit mir vereinbaren.

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Anja Deilmann Systemischer Business Coach und Beraterin

Deine Autorin: Anja Deilmann

Hallo, ich bin Anja und begleite dich als systemischer Business-Coach auf deinem Weg zu deiner eigenen beruflichen Veränderung. Zu mehr Sinn in deinem Wirkungsfeld. So findest du das im Innern, was du im Außen suchst. Den neuen Job, den sicheren Umgang im beruflichen Kontext, mehr Anerkennung und Freude im Beruf. Dies führt dazu, dass du klar weißt, wohin es für dich geht und wohin sich dein Potenzial entfaltet. Veränderung ist eine Chance, die ich dir gern zeige, wenn du willst. Lass‘ uns starten.

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