Anja Deilmann Coach Koeln 5 Tipps Gegen Deinen Winterblues Winterdepressionen

Winterblues und was du dagegen tun kannst

Um 5:30 Uhr rappelt der Wecker neben Christophs Bett. War das Piepsen schon immer so nervig? Mit einer heftigen Handbewegung schlägt er den Alarm aus und rappelt sich auf. Heute steht ein Kundengespräch an, deshalb muss er eine halbe Stunde früher im Büro sein. Während er im Halbdunkel ins Badezimmer schlurft, fällt sein Blick aus dem Fenster nach draußen. Regen. Schon wieder. Naja, wenigstens kein Schnee. Sonst müsste er das Auto noch frei räumen. Später in der Küche schnappt er sich nach einer Tasse Kaffee und einem Toast Jacke und Handschuhe. Verdammt kalt ist es morgens im Auto mittlerweile. Ätzend. Wo ist der zweite Handschuh? Hat den schon wieder eins der Kinder verschleppt?

Zum Suchen hat Christoph keine Zeit mehr, der Verkehr wird wahrscheinlich wieder höllisch sein. Wenn es gegen 0 Grad geht im Dezember, verlernen die meisten Menschen das Autofahren, denkt er sich jeden Tag. Unterwegs fällt ihm auf, dass er seine Mappe auf dem Küchentisch vergessen hat. Verdammt. Jetzt muss er im Büro alles nochmal ausdrucken. Naja, das wird schon irgendwie klappen. Wenn denn dieser vermaledeite Opel Corsa vor ihm endlich mal etwas schneller fahren würde. Aber das wäre wohl auch egal. In der Ferne sieht er schon zwei blinkende Lichter. Das Streufahrzeug. Kann dieser Tag noch bescheidener werden? Christoph beschließt, ein bisschen Musik zu hören und drückt auf den Knopf. Im Radio spielen sie den „Winterblues“.

Gute Laune – schlechte Laune

Wir alle haben Gemütsstimmungen, die wir auch gerne Launen nennen. Sie können mal gut sein, mal schlecht. Es gibt Tage, da nervt uns einfach alles. Das Hin und Her der Stimmungsschwankungen fällt bei dem einen Menschen weniger auf, bei dem andern mehr. Wenn der Chef heute voll des Lobes ist und morgen eine Standpauke hält, bezeichnen wir ihn als besonders „launisch“.

Unsere Stimmungen sind geprägt von einer längeren Dauer und entwickeln sich durch viele kleine Emotionen, die wir tagtäglich erleben. Sie hängen von Situationen ab, von Menschen, von dem, was Menschen tun. Auch unsere körperliche Verfassung beeinflusst unsere Stimmung. Geht es uns gut, haben wir wahrscheinlich gute Laune. Schlafen wir schlecht und ernähren uns unzureichend, mag die Laune ins Negative abdriften.

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Schon lange steht fest, dass auch Jahreszeit und Wetter die Stimmung beeinflussen. Aber woran liegt das? Wieso sind die meisten Menschen bei Sonnenschein glücklicher? Problematisch für uns ist: Wir haben auf diese Gegebenheiten kaum Einfluss. Sie hängen von der geographischen Zone ab, in der wir leben. Wir können lediglich versuchen, das Beste daraus zu machen.

Warum können Winterblues und Depressionen entstehen?

Experten sind sich einig, dass vor allem Lichtmangel in der dunkleren Jahreszeit die Stimmung drückt. Wenn die Tage kürzer werden, verbringen viele Menschen die Zeit des Tageslichts auf der Arbeit: In Hallen, Büros, Räumen mit wenigen Fenstern. Dass das Wetter in unseren Breitengraden auch noch für dicke Wolkendecken sorgt, trägt zum Lichtmangel bei.

Verantwortlich dafür, dass unser Körper darauf reagiert, sind wie so oft die Hormone. Fehlt unserem Körper das natürliche Licht, schüttet er tagsüber zu viel Melatonin aus – ein Schlafhormon, das uns nachts unheimlich nützlich ist. Ist es am Tag zu hoch konzentriert, werden wir zur falschen Zeit müde und antriebslos.

Leider hat das noch einen weiteren Effekt, der sich zu einem kleinen Teufelskreis entwickeln kann: Um Melatonin herzustellen, verbraucht unser Kraftwerk zu viel einer Aminosäure, die dann bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin fehlt. Und dieser kleine Botenstoff sorgt wiederum für psychisches Wohlbefinden und eine gute Stimmung. Die Partitur des Winterblues ist geschrieben.

So äußert sich ein Winterblues

Es gibt viele Symptome für das Stimmungstief in der kalten Jahreszeit. Du bemerkst Veränderungen an deinem Wohlbefinden und wie du in bestimmten Situationen reagierst. Zeigt deine Psyche hin und wieder Symptome oder fühlst du dich einfach ein bisschen down, besteht noch wenig Grund zur Sorge. Mündet der harmlos klingende Winterblues allerdings in eine Winterdepression, sprechen Mediziner vom saisonalen Krankheitsbild SAD (seasonal affective disorder). So erkennst du den Unterschied:

Winterblues   Winterdepression (SAD)
– Müdigkeit / Antriebslosigkeit
– Grund-Traurigkeit
– Kurzzeitige, miese Stimmung
– Positive Erlebnisse bessern die Laune  
– Stimmungstief hält über Wochen/Monate an, wiederholt sich jeden Winter
– Gereiztheit
– Beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit
– Erhöhtes Bedürfnis nach Schlaf und Süßem 
– Körperliche Beschwerden  
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5 Tipps gegen deinen Winterblues

Je schneller du aktiv wirst, desto eher hast du deinen Winterblues vertrieben. Diese Tipps können dir heraus helfen aus dem Stimmungstief.

So oft wie möglich im Freien aufhalten

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Wer traurig und müde ist, bleibt gern zu Hause. Kontraproduktiver geht es kaum! „Raus ins Licht“ muss die Devise heißen. Das Tageslicht – und sei es nur durch eine dicke Wolkendecke hindurch – bremst die Melatonin-Produktion. 30 Minuten pro Tag helfen schon gegen den Winterblues. Dabei am besten in Bewegung bleiben! Bei der Arbeit hilft es, sich in Räumen mit großen Fenstern und viel natürlichem Lichteinfall aufzuhalten – sofern das möglich ist.

Lichttherapie gegen die schlechte Stimmung

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Zusätzlich kannst du versuchen, mit einer Lichttherapie Depressionen zu vermeiden. Gemeint ist nicht etwa der Besuch eines Solariums. Die als Lichttherapielampen oder Tageslichtlampen bekannten Geräte für zu Hause sind schon in Buchgröße verfügbar und nicht sehr teuer. Sie produzieren eine Lichtleistung von um die 10.000 lux und simulieren dem Auge das Tageslicht realistischer als herkömmliche Glühlampen. Wer ausschließlich im Dunkeln Freizeit hat, kann morgens mit einer solchen Lampe z.B. während des Frühstücks aktiver in den Tag starten.

Stress reduzieren

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Beruflich ist das nicht immer möglich. Privat haben wir es aber meist selbst in der Hand. Stress bringt nicht nur die Work-Life-Balance gehörig ins Wanken, er nagt mit der Zeit auch an deinem körperlichen Befinden. In einem anderen Beitrag widme ich mich diesem Thema ausführlicher und erkläre, wie du den Stress reduzieren kannst. Stress fördert die Symptome eines Winterblues und wirkt wie eine Antriebskurbel, die sich auch noch schneller drehen lässt.

Struktur in den Tagesablauf bringen

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Rituale und feste Abläufe helfen gegen Depressionen im Winter, weil weniger Zeit für lähmende Gedanken bleibt. Nach Plan kannst du zum Beispiel eine gesunde Ernährungsweise in deinen Tag integrieren und schlägst somit zwei Fliegen mit einer Klappe. Außerdem hilft es vielen, die Gewohnheiten der Werktage am Wochenende beizubehalten. Wer Samstag und Sonntag bis 10 Uhr schläft, hat montags wahrscheinlich größere Probleme, aus dem Bett zu kommen und produktiv zu arbeiten.

Schöne Erlebnisse schaffen

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Es gibt sie nicht, die eine Formel, wie es geht. Die Forschung jedoch weiß schon lange, dass positive Erlebnisse ein Baustein sind, die das Gehirn auf „glücklicher“ programmieren. Ein gutes Telefonat mit einer Freundin, einen kleinen Liebesbrief formulieren für die Liebste/den Liebsten. Du weißt selbst, was dir zwischendurch ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Sei es die Tasse Kaffee vor dem kuscheligen Kaminfeuer oder die fertige Weihnachtsdekoration am Haus. Verabrede dich auch mit anderen! In Gesellschaft verfliegen die düsteren Gedanken schneller. Neben der Vorfreude schaffst du so auch Entspannungsmomente für Körper und Geist. Hast du ein Kind in der Familie, im Freundeskreis zum Ausleihen? Lade es zu einer gemeinsamen Aktion ein: Rehe füttern im Tierpark, Plätzchen backen, einen Adventskalender basteln oder den Wunschzettel für das Christkind malen… Whatever…

Wenn der Winterblues sich allerdings allzu heftig bemerkbar macht, ist vielleicht sogar ein echter Tapetenwechsel richtig. Am besten in Form eines kleinen Urlaubs im Süden. Wegen des sonnigeren Klimas kennt man beispielsweise in der Mittelmeerregion das Phänomen „Winterblues“ kaum. Die Sonne der Kanaren ist ein echter Geheimtipp, nicht nur bei Rentnern, die überwintern.

Was tun, wenn sich eine echte Depression einstellt?

Wie bei anderen Depressionsformen auch, lassen sich bei einer Winterdepression Symptome behandeln. Ist die Depression stark ausgeprägt, wirken Bewegung und Licht aber nicht ausreichend. Dann kann eine medikamentöse Behandlung angeraten sein.

Verfliegt die schlechte Stimmung in Frühling und Sommer nicht, kann es sich um eine klassische Despression handeln, die nichts mit der Jahreszeit zu tun hat. Grundsätzlich kann ich nur empfehlen, dich bei Verdacht in professionelle Hände zu geben. Ansprechpartner sind in diesen Fällen Ärzte, Psychologen und Therapeuten.

Teilt gern eure Erfahrungen mit uns: Was sind für euch die größten Herausforderungen im Winter? Was tut ihr gegen eine bedrückende Stimmung?

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Anja Deilmann Systemischer Business Coach und Beraterin

Deine Autorin: Anja Deilmann

Hallo, ich bin Anja und begleite dich als systemischer Business-Coach auf deinem Weg zu deiner eigenen beruflichen Veränderung. Zu mehr Sinn in deinem Wirkungsfeld. So findest du das im Innern, was du im Außen suchst. Den neuen Job, den sicheren Umgang im beruflichen Kontext, mehr Anerkennung und Freude im Beruf. Dies führt dazu, dass du klar weißt, wohin es für dich geht und wohin sich dein Potenzial entfaltet. Veränderung ist eine Chance, die ich dir gern zeige, wenn du willst. Lass‘ uns starten.

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